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Probenteiler
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Probenteiler nach GELLER


Bei hohen Zooplanktondichten sowie dann, wenn die Crustaceenprobe mit Hilfe eines vertikalen Netzfanges gewonnen wurden, würde bei der Überführung der gesamten Probenmenge in eine UTERMÖHL-Kammer die Organismendichte auf dem Kammerboden i.d.R. zu groß werden. Dann ist es nötig, zu verdünnen und Teilproben herzustellen. Neben Stempelpipette oder FOLSOMS Verteilungskammer bietet der Probenteiler nach Geller eine sehr genaue Variante.

Die Einfüllkammer (A) besteht aus einem 4 l-Zylinder mit einer Grundfläche von 150 cm² und einer Bodenlochung von 5 mm Durchmesser.

Die Sedimentationskammer (B) besteht aus einem 4 l fassenden Zylinder aus Plexiglas, der den Flächenteiler paßgenau aufnehmen kann.

Der Flächenteiler (b, c) besteht aus einer quadratischen Schale aus Polystyrol (100x100x18 mm), die in 25 Fächer mit einer Kantenlänge von jeweils 2 cm aufgeteilt ist (20 Rasterquadrate). Der Boden der einzelnen Rasterquadrate besteht aus Gaze (100 µm).

Bei der Probenteilung nach GELLER (SCHWOERBEL 1994) wird die Probe durch einen flächenäquivalenten Probenteiler geteilt. Dazu wird die Probe in einen Netzgazebecher (Maschenweite 30 µm) gegeben, um das Formalin zu entfernen (Arbeitsschutz). Das Absieben sowie das Probenteilen sollte möglichst unter einem Abzug erfolgen. Der Inhalt des Gazebechers wird dann mit Hilfe einer Spritzflasche quantitativ in einen 4 l-Rundkolben überführt. Anschließend wird dieser Rundkolben bis auf ein Volumen von 2 l mit entgastem Wasser (abgekocht und abgekühlt) aufgefüllt. Für das weitere Vorgehen wird ein flächenäquivalenter Probenteiler, sowie eine Sedimentations- und Einfüllkammer benötigt s.o. . Der Flächenteiler wird in die Sedimentationskammer gelegt und 0,5 l abgekochtes und abgekühltes Wasser eingefüllt, so daß der Teiler mit Wasser bedeckt ist. Die in den Rundkolben überführte Probe wird durch Schütteln gleichmäßig suspendiert. Die Einfüllkammer wird auf die Sedimentationskammer gestellt und die Probe hinein gegossen.

Anschließend sollten Rundkolben und Einfüllkammer mit 1 l abgekochten und abgekühlten Wasser nachgespült werden, damit eine quantitative Überführung der Probe in die Sedimentationskammer garantiert ist. Die so aufgesetzte Probe läßt man nun mindestens 30 min sedimentieren. Anschließend wird der Flächenteiler vorsichtig aus der Sedimentationskammer entnommen, das Wasser kann durch den Gewebeboden des Teilers ablaufen. Der Flächenteiler wird nun in eine mit etwas Wasser (1 cm) gefüllte Petrischale gestellt. Mit einer Pipette können anschließend Teilproben aus den Einzelkammern des Flächenteilers entnommen und in der Mäanderzählschleifenkammer ausgezählt werden, wobei darauf zu achten ist, daß die Organismen in einer Einzelkammer quantitativ entnommen werden (eventuell mit Binokular oder Lupe nachprüfen). Der Inhalt eines Einzelfaches (2 ´ 2 cm) entspricht 2,6% der Gesamtprobe.

 
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